Donnerstag, 10. Juli 2014

Auf Anfang

Lange war es hier wieder still – mea culpa, mea maxima culpa!
In der Zeit habe ich überlegt, wie genau ich den Blog hier führen möchte. Ich hatte zwar geplant, häufiger hier Rezensionen einzustellen, aber die wirkliche Muße dazu finde ich doch zu selten :( Irgendwie ist das Leben da doch zu hektisch. Daher möchte ich mich lieber auf kürzere Empfehlungen beschränken – die es dafür dann aber regelmäßiger geben wird.

Gelesen und gehört in den letzten Wochen

Romy Wolf: Die Spione von Edinburgh

Eine bezaubernde, spukige E-Book-Serie, von der bisher drei Teile erschienen sind. Romy Wolf entführt den Leser ins spätviktorianische Edinburgh – und die Stadt wird ganz ihrem Ruf als Hochburg des Spuks gerecht.
Das muss in der ersten Episode auch die junge Ada Quinn lernen. Sie ist ein Waisenmädchen mit einer mysteriösen Vergangenheit, dass von der gutherzigen, wenn auch bitterarmen Familie Quinn aufgenommen wurde. Eine innige Beziehung hat sie zu dem gelähmten Ollie, dem einzigen Sohn der Quinns – einem aufgeweckten Jungen mit einer Leidenschaft für Kriminalromane.
Eines Tages erhält Ada unerwartet das Angebot, als Hausmädchen in Thimble House zu arbeiten, und nimmt es dankbar an. Ist es doch eine viel bessere Arbeit, als die in den Fabriken – und da sie dazu nach Thimble House zieht, beschlagnahmt sie auch keinen Platz mehr in der ohnehin schon winzige Wohnung der Quinns. Doch schon bald bemerkt Ada, das einiges in Thimble House nicht mit rechten Dingen zugeht: ein Verrückter im Dachgeschoss, eine Hausherrin die fast nie ihr Zimmer verlässt, Séancen, bei denen Ada unheimliche Stimmen hört. Und Ollie erkennt, dass dahinter ein gefährliches Geheimnis steckt – vor dem auch Ada nicht sicher ist.
Da ich nicht spoilern will, wie die erste Episode für Ada ausgeht, verrate ich euch hier nichts über den Inhalt der zweiten und dritten Episode, aber nur soviel (und wer es gelesen hat, wird es verstehen): Ich liebe Finley und Lear <3 Ach, im Grund sind mir alle Charaktere wahnsinnig sympathisch. Ich bin schon sehr auf die folgenden Episoden gespannt und was noch für sie in petto ist. 


Erin Morgenstern: The Night Circus

The Night Circus habe ich nicht gelesen, sonder gehört – erzählt von Jim Dale, den ich als Erzähler bereits aus Pushing Daisies kannte. Seine wunderbare Art zu erzählen hat mir dann auch den Einstieg in den Roman sehr erleichtert, wie ich hier gestehen muss.
The Night Circus besticht besonders durch seine Atmosphäre, durch bezaubernde Bilder und es dauert recht lange, bis der Plot an Fahrt aufnimmt. Am Anfang fand ich den Roman daher auch etwas zäh und, da viel zwischen Perspektiven und in der Zeit gesprungen wird, hatte ich Probleme, mich darin zurecht zu finden. Der Roman hatte etwas von einem Puzzle und erst zum Ende hat sich dann das Bild gezeigt, was aus den einzelnen Teilen zusammengesetzt wurde – das war dann aber wiederum meisterhaft.
Den Inhalt zu umreißen, fällt mir auch etwas schwer. Die Kurzfassung wäre, dass es um das Duell zweier Magier geht, das über Jahre hinweg auf der Bühne des Night Circus ausgetragen wird und unzählige Leben beeinflusst.


Andrea Bottlinger, Christian Humberg: Geek Pray Love

Auf dieses herrliche Buch bin ich aufmerksam geworden, da ich Andrea Bottlinger schon länger genauer verfolge (also, nur auf ihrem Blog versteht sich ;) ) und ihr Debütroman Aeternum eines meiner Lieblingsbücher des letzten Jahres war. Dann hatte ich auf der FedCon die Gelegenheit, die Autoren zu treffen und eine signierte Ausgabe von Geek Pray Love abzusahnen.
Es ist ein wahrlich köstliches Büchlein, dass sich mit den vielen Facetten des Lebens als Geek beschäftigt. Ich hab mich an vielen Stellen halb tot gelacht und mich gleichzeitig stark darin wiedererkannt. Jedem, der sich als Geek versteht oder diese Spezies gerne besser kennenlernen will, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen.


In eigener Sache


Mit großer Freude kann ich verkünden, dass meine Kurzgeschichte „Der Ruf der Stille“ in die Anthologie der Storyolympiade 2013/2014 zum Thema „Stille“ aufgenommen wurde. Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass ich die Jury überzeugen konnte. Hin und wieder tut so ein kleiner Beweis, dass man es nicht ganz falsch macht, doch sehr gut.
Dieses Jahr im Oktober wird die Anthologie auf der BuchmesseCon vorgestellt.

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